Ein enger Brustkorb. Ein schneller Puls. Druck im Bauch.
Oft glauben wir sofort zu wissen, was das bedeutet:
Ich habe Angst. Ich bin überfordert. Etwas stimmt nicht.
Doch dein Körper liefert zunächst ein Signal – nicht automatisch die richtige Erklärung.
Eine 2025 veröffentlichte Meta-Analyse mit 41 Studien und insgesamt 2’411 Personen untersuchte den Zusammenhang zwischen Achtsamkeit und objektiver Körperwahrnehmung. Dabei zeigte sich nur ein kleiner Zusammenhang. Die Ergebnisse waren jedoch sehr unterschiedlich und die tatsächliche Wirkung bleibt unsicher.
Der wichtige Aha-Moment für mich:
Den Körper wahrzunehmen und seine Signale richtig einzuordnen, sind zwei verschiedene Fähigkeiten.
Spüren ist nicht dasselbe wie interpretieren
Ein Druck im Brustkorb kann mit Angst zusammenhängen. Vielleicht steckt aber auch Wut, Zeitdruck, Erschöpfung oder der dritte Kaffee dahinter.
Wir spüren etwas – und unser Kopf macht daraus sofort eine Geschichte.
Deshalb geht es nicht nur darum, mehr zu fühlen. Es geht auch darum, neugierig zu bleiben und nicht jede erste Interpretation sofort für wahr zu halten.
Probiere es heute einmal so:
Signal: Was spüre ich konkret?
Enge im Brustkorb.Geschichte: Was denke ich darüber?
Ich schaffe das nicht.Emotion: Was könnte gerade da sein?
Angst, Druck oder vielleicht Wut.
Was verändert sich, wenn du das körperliche Signal und deine Interpretation für einen Moment voneinander trennst?
Achtsamkeit ist ein Lifestyle
Achtsamkeit ist kein Tool, das wir einmal anwenden und dann „beherrschen“. Sie ist eine tägliche Praxis – oder, wie ich es gerne nenne: ein Lifestyle.
Je öfter wir innehalten, wahrnehmen und neugierig bleiben, desto bewusster lernen wir, mit den Signalen unseres Körpers umzugehen.
Genau diese differenzierte Körperwahrnehmung üben wir auch in der Emotional Body Method Ausbildung. Du lernst, Emotionen nicht nur im Kopf zu analysieren, sondern ihre körperlichen Signale wahrzunehmen und sicher zu begleiten – für deine eigenen Prozesse und für die Arbeit mit deinen Kundinnen und Kunden.
FAQ
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Achtsamkeit kann uns dabei unterstützen, körperliche Signale bewusster wahrzunehmen. Entscheidend ist jedoch auch, wie wir diese Signale interpretieren und mit ihnen umgehen.